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Design oder nicht Sein. Das ist hier die Frage.

Grafikdesign macht erfolgreich


Design heißt mit den Köpfen anderer denken

Ist es Ihre Aufgabe, ein Design zu entwickeln, dann geht es nicht darum, Ihren eigenen Geschmack zu verwirklichen oder jenen Ihres Auftraggebers bzw. Chefs zu treffen, sondern den Geschmack der Zielgruppe, die sich für das Produkt entscheiden soll. Als Mediengestalter muss ich mich von der Vorstellung verabschieden, dass mein Geschmack das alleinige Maß erfolgreichen Designs ist, und ich muss meinen Auftraggeber überzeugen, dass es sein Geschmack auch nicht ist, sondern dass es gilt, den Geschmack einer anvisierten Zielgruppe zu treffen. Grafikdesign ist die Kunst, in den Köpfen anderer Leute zu denken (frei nach Bertolt Brecht).


Design ist nicht messbar

Das Problem bei der objektiven Bewertung von Design ist, dass Design sich meist nicht wirklich objektiv messen lässt. Sie können sich mit der Stoppuhr als objektives Messinstrument an eine Skipiste stellen und vergleichen, wie lange zwei Skifahrer brauchen, um den Weg vom Start zum Ziel zurückzulegen. Natürlich können Sie auch zwei Mannschaften mit rundem Leder auf eine Wiese stellen und zählen, wie oft ein Team den Ball im Tor des Gegners versenkt. Alternativ können Sie die Angebote zweier Banken vergleichen, indem Sie einen Strich unter die Rechnung ziehen und eins und eins zusammenzählen – eines der beiden Angebote wird wohl das mathematisch und finanztechnisch attraktivere sein.

Sie können jedoch keine schöpferischen Werke wie Musik oder Design auf diese Art vergleichen. Ich zumindest glaube nicht daran, dass sich der beste Gitarrist, der beste Song oder das beste Rockalbum bestimmen lässt. Ich bezweifle, dass sich objektiv messen lässt, ob nun Beethoven, Bach oder Mozart der größere Komponist war; ob die Stones, The Clash oder The Who die besseren Rocker waren. Zwar lassen sich Verkaufszahlen vergleichen, aber was sagt das über die tatsächliche Qualität der Musik aus? Vieles von dem, was gute Musik ausmacht, entzieht sich dem objektiv Messbaren und ist im subjektiv Empfundenen anzusiedeln.

Und Design wird auch viel zu oft nicht Ernst genommen. Design wird zu unrecht oft auf „Geschmack“ reduziert. Also wie soll man die Qualität des Designs beurteilen? Es gibt ja nun mal keine Vorschriften und Regeln. Wie viele extra Abverkäufe gutes Design verursacht, lässt sich nicht eindeutig feststellen. Es gibt außerdem noch viele andere Faktoren, die den Umsatz beeinflussen.


Auch Grafikdesign ist nicht objektiv

Genauso entzieht sich Grafikdesign der objektiven Messbarkeit. Doch obwohl sich die Qualität kreativer Leistungen wie Musik oder eben Grafikdesign nicht messen lässt, so lässt sich doch die Qualität dieser Künste jenseits reiner Geschmäcklerei diskutieren. Fachleute finden weitgehend Übereinkunft darüber, ob nun dieses Musikstück anspruchsvoller und handwerklich besser gespielt sei bzw. ob ein Grafikdesign nach allen Regeln der Kunst sauber angelegt und die visuelle Kommunikation verständlich ist.

Fazit: Design bestimmt also doch in hohen Maßen den Erfolg eine Produkts, Unternehmens oder einer Dienstleistung. Es zeigt ganz klar die Positionierung und bildet oft das Alleinstellungsmerkmal. Wer gut aussieht, hat es eben leichter im Leben.

Über Moritz Dunkel Design

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2017-03-30T15:54:36+00:00 By |
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