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Visitenkarten-Gestaltung: 10 Tipps vom Grafik-Profi

Visitenkarten-Gestaltung im Grafikdesign

 


Der Erst-Kontakt muss sitzen

Die Visitenkarte ist traditionell ein kleines Kärtchen auf dem der Name und weitere Kontaktmöglichkeiten zur Geschäftsperson, wie z.B. die Anschrift, Telefon sowie die E-Mail-Adresse und Internetseite stehen. Beim ersten Kontakt mit einem potenziellen Kunden wird sie ausgetauscht, um die Verbindung herzustellen und zu verstärken. Visitenkarten – oder auch “Business Cards” – sind immer noch äußerst wichtig im heutigen Berufsleben. Leider erfüllen Sie in den wenigsten Fällen ihre eigentliche Aufgabe: Im Gedächtnis bleiben.


Kreative Visitenkarten-Gestaltung

Kreative Visitenkarten sind ein Muss zur Kundengewinnung, speziell für Existenzgründer. In Verbindung mit einheitlichem Papier tragen sie zum Wiedererkennungseffekt und zur Stärkung Ihrer Marke bei. Mit Ihrer Visitenkarte möchten Sie Ihrem Partner nicht nur die Kontaktdaten bereit stellen, sondern die Visitenkarte repräsentiert auch Ihre ganze Person und das was Sie ausmacht. Es wäre also am besten Ihre Persönlichkeit, mit der Sie sich von Ihren Wettbewerber unterscheiden, schon direkt auf Ihrer Visitenkarte zu unterstreichen. Um sich schon beim ersten Kontakt die Aufmerksamkeit des potentiellen Kunden zu sichern, ist jedoch Einfallsreichtum gefragt.

Kreative Visitenkarten-Gestaltung

Kreative Visitenkarten-Gestaltung, mit denen der Empfänger sogar noch etwas anstellen kann, garantieren, dass man präsent bleibt. (Bild: DDB)


Die ersten 10 Sekunden sind entscheidend.

10 Sekunden? Ja, weil schon in dieser kurzen Zeit bildet sich ich Ihr Gesprächspartner eine Meinung über Sie. In dieser kurzen Zeit entscheidet unterbewusst Ihr Gesprächspartner über Sympathisch oder Unsympathisch. Über Ja oder Nein. Über friss oder stirb. Sie haben also keine Zeit zu verlieren und nur einen Versuch, um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Gott sei dank gibt es da ein paar Tricks, die Sie nutzen können, um die Aufmerksamkeit Ihres Gegenübers weg von Ihrem Sacko-Fleck zu lenken. Einer davon wäre z.B. mit einer außergewöhnlichen und professionellen Visitenkarten Eindruck zu schinden.


Professionelle Visitenkarten als Erfolgsfaktor.

Viele meiner Kunden übersehen den Wert einer professionellen Visitenkarte, obwohl sie doch Ihr Unternehmen nach außen hin wiederspiegelt. Außerdem ist sie oft der erste Gegenstand, den Ihre Kunden erhalten und somit die erste Chance einen starken und positiven Eindruck zu hinterlassen. „Visitenkarten sind out“, sagen sie? „Von wegen“, sag ich. Denn es wurden noch nie so viele Visitenkarten gedruckt wie 2014. Woran das liegt? Ganz einfach, denn eines der meist genutzten Kommunikationsmittel im Geschäftsumgang ist und bleiben professionelle Visitenkarten. Sie werden bei jeder Gelegenheit ausgetauscht, eingesteckt und weitergegeben. Sie sind klein und handlich, so dass sie problemlos in jedes Porte­mon­naie passen. Und bei diesen Massen an Visitenkarten, die im Umlauf sind, ist es von enormer Bedeutung eine zu haben, die aus der Masse sticht. Folgen Sie diesen einfachen Tipps, um eine einzigartige professionelle Visitenkarte zu erstellen, die in Erinnerung bleibt.

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Großer Beliebtheit erfreuen sich auch Visitenkarten mit einem eindeutigen Mehrwert.


Nachfolgend 5 Charaktereigenschaften, die über den Erfolg oder Misserfolg einer Visitenkarte entscheiden:


1. Ziel setzen

Professionelle Visitenkarten können mehrer Dinge auf einmal vermitteln. Sie kann als schneller und einfacher Informationsaustausch dienen, ein effektiver Marketingzweig für Ihr Unternehmen oder ein Identitätsträger / Marketingmittel sein. Daher ist es wichtig vor der Erstellung zu überlegen, welches Ziel Sie mit Ihrer Visitenkarte erreichen möchten.


2. Rückseite nutzen

Bei dem Design von Visitenkarten möchten Sie sicherstellen, den verfügbaren Platz bis zum Ende auszunutzen und dies schließt auch die Rückseite ein. Viele Geschäftpartner lassen die Rückseite einfach weiß. Dies jedoch ist pure Verschwendung des – ohnehin schon geringen – Raumes. Selbst wenn Sie „nur“ eine QR-Code abbilden, geben Sie Ihrem Gegenüber einen Mehrwert und Ihre Visitenkarte wird nicht so schnell im Müll landen.


3. Leserlich halten

Stellen Sie sicher, dass die Größe der Schrift groß genug ist und man keine Lupe braucht, um Ihre Karte zu lesen. Wichtig ist auch, dass sich die Schriftfarbe vom Hintergrund abhebt. Eine graue Schrift auf weißem Hintergrund erschwert sehr das Lesen der Informationen. Die Visitenkarte soll kein Kunstwerk werden. Ziel ist es mit Ihre Kontaktinformationen und Ihre Dienstleistungen an den Kunden zu bringen. Wenn die Kunden Ihre Informationen nicht lesen können, dann verlieren Sie dadurch viel Potenzial.


Ein professionelles Logo sollte nicht fehlen. Ich sehe viele Visitenkarten. Manche sind professionell gestaltet. Viele davon nicht. So fehlt oftmals sogar ein Logo. Warum? Weil es einfach noch keins gibt. Das ist ein absolutes No-Go. Ihre Produkte oder Dienstleistungen, die Sie anbieten lassen sich immer irgendwie mit einem Symbol – also in Form ein Logos – darstellen? Also, lassen Sie sich ein professionelles Logo von einem Grafikdesigner (eventuell gar von einem aus Köln) gestalten und rauf damit auf die Visitenkarte!

 

Visitenkarten-Gestaltung vom Design-Profi

Bei der Visitenkarten-Gestaltung gibt es keine zweite Chance für den ersten Eindruck.


5. Internet und Social-Media

In der heutigen Zeit ist eine Website unumgänglich. Diese muss natürlich auch auf Ihre Visitenkarte. Falls Sie keine Internetseite haben sollten, wird Ihre Gegenüber dies natürlich bemerken. Unabhängig davon in welcher Branche Sie sind, verlieren Sie dadurch an Wert und Seriosität bei Ihren (potentiellen) Kunden. Neben Namen und Telefon sind auch Email-Adresse oder Verlinkungen zu sozialen Netzwerken ein Muss auf jeder Visitenkarte.


6. Format

Eine übliche Visitenkarte wird zumeist im Scheckkartenformat (85 mm x 55 mm) erstellt. Jedoch sollten Sie sich nicht auf dieses Format festlegen. Eine Visitenkarte hat kein vorgegebenes Format und kann von einem DIN-A2 Poster bis hin zu Mikrokarten (bspw. 55 mm x 15 mm) gehen. Allerdings bringen solch ungewöhnliche Formate einige Probleme mit sich. Sie passen selten in Brieftaschen oder ähnliches. Überlegen Sie daher bereits bei der Visitenkarten Gestaltung, ob es sich lohnt aus dem Rahmen zu fallen.

 


7. Papier

Neben einer seriösen Visitenkartengestaltung ist die Auswahl des Papiers das wichtigste Element und kann über Erfolg oder Misserfolg urteilen. Visitenkarten aus einfachem Schulbuchpapier zu überreichen, sollte man auf alle Fälle umgehen. Sie liegen nie wirklich falsch mit einer Grammatur von mindestens 300 g/qm. Außerdem sollten Sie die Karten möglichst nicht zu Hause drucken. Die Drucker sind meistens nicht leistungsfähig: häufig fehlt die Farbe und es kommt zu Verschmierungen. Das Ergebnis ist dann mehr als ungenügend und die Visitenkarte übermittelt ein laienhaftes Bild von der Firma oder der Person, die dahinter steht.

 


8. Gestaltungsraum

Überladen Sie Ihre Karte nicht mit zu viel Infos. Nur die Basics müssen drauf. Wer sind Sie Wie kommt man mit Ihnen in Kontakt? Stellen Sie auch sicher, dass die Schrift gut zu lesen ist. Fest steht sicher: weniger ist mehr. Der Platz ist schließlich sehr knapp auf einer kleinen Visitenkarte. Telefonnummer, E-Mail Adresse, Webseite, Firmenname, der eigene Name und Logo. Das sollte vorerst reichen. Eventuell noch Kontaktmöglichkeiten auf Sozialen Kanälen, also Facebook, Twitter oder Youtube.

 


9. Corporate Design

Farben, Schriftarten und Fotos wählen Sie am besten passend zum Corporate Design der Firma, so dass auf dem ersten Blick erkennbar ist, um welchen Absender es sich handelt. Dabei ist das Verwenden des Logos bei der Visitenkarten Gestaltung besonders hilfreich. Falls ein gutes Firmenlogo noch nicht besteht, sollte man eventuell besser einen Logodesigner bzw. Grafikdesigner beauftragen. Die meisten Firmen haben schon ein Logo und bestimmte Farben, die in jedem Werbemittel eingesetzt werden. Um ein ganzheitliches Bild von der Firma zu schaffen ist es unbedingt wichtig, dass sich die Visitenkarte auch daran hält.


10. Veredelung

Ein Stück Papier und ein bisschen Farbe und schon ist die Visitenkarte fertig, denken die meisten. Wer sich aber vom Standard lösen und Eindruck hinterlassen will, dem stehen Möglichkeiten wie Spotlackierung, Bildprägung und andere Veredelungsmethoden zur Verfügung. Der Einsatz solcher Veredelungen benötigt jedoch gewisse Fachkenntnis über das Drucken an sich und das zu bedruckende Material. Elegante Druckerzeugnisse sind wie ein Maßanzug – abgestimmt auf Ihre Person und Ihr Corporate Design. Material, Design und Inhalte lassen Ihre Visitenkarten zu einem ästhetischen Ganzen werden.

2017-03-30T15:56:23+00:00 By |
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